6. März 2026
Seit 1979 terrorisiert der Iran die ganze Welt
Seit seiner Machtübernahme im Jahr 1979 verfolgt das Mullah-Regime im Iran auf der ganzen Welt seine politischen Gegner, die jüdische Gemeinschaft und israelische Einrichtungen mit Terroraktionen. In seinem soeben erschienen NZZ-Artikel „Schattenkrieg gegen Dissidenten und Juden“ beschreibt Daniel Rickenbacher die jahrzehntelange internationale Terrorstrategie der Islamischen Republik Iran. Er bemängelt, dass Europa lange zu wenig gegen diesen staatlich gesteuerten Terrorismus unternommen hat.
Rickenbacher erwähnt die jüngste, medial kaum beachtete Rede des britischen Premierministers Keir Starmer, in welcher er erklärte, dass Iran allein im vergangenen Jahr über zwanzig potenziell tödliche Anschläge im Vereinigten Königreich unterstützt habe. Nach der Tötung des iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei werden neue Racheakte befürchtet, weshalb die USA ihre Sicherheitskräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt haben.
Das US-Aussenministerium macht Iran für rund 360 Anschläge im Ausland verantwortlich, während das Washington Institute 2024 mehr als 200 Operationen dokumentiert hat – fast die Hälfte davon in Europa. Seit 2020 ist laut Terrorismusforschern ein deutlicher Anstieg iranischer Anschlagspläne zu beobachten. Ziele sind unter anderem Synagogen, israelische Botschaften, koschere Restaurants sowie exiliranische Journalisten und Aktivisten. Auffällig ist, dass Iran zunehmend mit kriminellen Netzwerken zusammenarbeitet. Kriminelle mit Nahost-Bezug erhalten teilweise Schutz und helfen im Gegenzug bei Spionage, Entführungen oder Brandanschlägen. Beispiele reichen von Aufträgen an russische und pakistanische Täter in den USA bis zu Kooperationen mit Banden in Deutschland, Grossbritannien oder Schweden.
Der internationale Terror des islamofaschistischen Mullah-Regimes in Teheran begann kurz nach der Revolution: Bereits 1979 wurde der Neffe des gestürzten Schahs in Paris ermordet. Auch Europa und die Schweiz waren mehrfach betroffen. 1990 wurde bei Genf der iranische Oppositionelle Kazem Rajavi ermordet. Der verhängnisvollste Terrorakt fand indessen 1994 in Argentinien statt. Bei einem Bombenanschlag auf ein jüdisches Gemeindezentrum in Buenos Aires wurden 85 Menschen getötet. Ermittlungen zeigten, dass häufig die iranischen Botschaften als operative Zentren genutzt werden. Trotz einzelner Reaktionen – etwa nach dem Mykonos-Attentat 1992 in Berlin – reagierten europäische Staaten lange zögerlich. Erst kürzlich setzte die EU die Revolutionswächter auf ihre Terrorliste, während in der Schweiz ein entsprechendes Verbot inzwischen zwar gefordert, aber noch nicht beschlossen ist.
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