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Neue Analyse zeigt: So unterstützte die UNO den Hamas-Propagandakrieg in Gaza

Von David Spuler

Eine neue Analyse des israelischen Diaspora-Ministeriums kommt zu einem erschütternden Befund: Die UNO hat im Gaza-Krieg fortlaufend ungesicherte Angaben aus Hamas-kontrollierten Quellen übernommen und ihnen durch eigene Berichte, Datenbanken und Aussagen international Glaubwürdigkeit verliehen. Der Bericht „Laundering Propaganda“ beschreibt dabei nicht ein einzelnes Kommunikationsversagen, sondern ein fortlaufendes – offensichtlich politisch motiviertes –  Muster der UNO bei ihren Stellungnahmen zum Gaza-Konflikt: 

Kern des Vorwurfs ist die sogenannte „Datenwäsche“. Das UNO-Büro für humanitäre Koordinierung (OCHA) übernimmt beispielsweise Opferzahlen des Gaza-Gesundheitsministeriums (MoH), ohne ausreichend offenzulegen, dass diese Quelle von der Hamas kontrolliert wird. Stattdessen werden aus „Gaza-MoH-Angaben“ über OCHA und andere UNO-Stellen „UNO-Angaben“. Dies macht die Opferzahlen neutraler und glaubwürdiger, als sie in Wahrheit sind. Denn verbreitet werden sie von der UNO ohne vorherige unabhängige Prüfung. 

Getötete Frauen: UNO widerspricht sich mit den Zahlen selbst

Wie unglaubwürdig solche Zahlen sind, zeigen beispielsweise die Angaben, welche die UNO zu den Opfern von Frauen und Kindern macht. So geben alte OCHA-Statistiken für den April 2024 eine höhere Gesamtzahl weiblicher Opfer an als für April 2025 – also ein Kriegsjahr später. Auch bei den getöteten Kindern wirken die UNO-Zahlen unglaubwürdig, denn ihnen zufolge wurden zwischen März 2024 und März 2025 praktisch keine Kinder getötet – obschon weiterhin Krieg herrschte. Der Bericht nennt zahlreiche weitere Beispiele, welche die Fehlerhaftigkeit der von der UNO und ihren Top-Mitarbeitern veröffentlichten Zahlen belegen:

Aus „beschädigten“ machte die UNO „zerstörte“ Wohnbauten

Auch bei der Zerstörung von Wohnraum gab die UNO gemäss der Analyse des Diaspora-Ministeriums die Realität bewusst falsch wieder und belastete damit Israel. So schrieb das UNO-Büro für humanitäre Koordinierung (OCHA) in seinem Bericht, in Gaza seien 45% der Häuser „beschädigt oder zerstört“ worden. Dass diese Zahlen vom Hamas-kontrollierten Bauministerium in Gaza stammen und nicht überprüft wurden, wurde verschwiegen. Stattdessen wurde als Quelle OCHA/UNO angegeben.

Die Zahlen selbst, die OCHA nannte, waren widersprüchlich. Zunächst behauptete die UNO-Organisation, die Angabe von „45%“ beziehe sich auf 177’781 Wohneinheiten, später waren mit den „45%“ aber 260’000 Häuser gemeint. 

Was noch viel gravierender ist: Während mit den 45% anfangs „beschädigte oder zerstörte“ Häuser bezeichnet wurden, war später seitens der UNO nur noch von „zerstörten“ Häusern die Rede. Dies obschon in Tat und Wahrheit nur 9% bis 15% der Häuser tatsächlich zerstört und die übrigen 30% bis 36% lediglich beschädigt sind.

Dass das eigene Satellitenanalyseprogramm (UNOSAT) noch tiefere Zerstörungswerte lieferte, die den Angaben des UNO-Büros für humanitäre Koordinierung (OCHA) widersprachen, wird von der UNO weitgehend verschwiegen. Stattdessen verwendet sie weiterhin die falschen, viel zu hohen OCHA-Zahlen. So konstruierte Natalie Boucly, die stellvertretende UNO-Generalkommissarin, daraus den Vorwurf, Israel begehe einen „Domicide – Häusermord“.

Irreführende Angaben zu den Hilfsgüterlieferungen

Ein weiterer Schwerpunkt der Analyse gilt den Angaben zu Hilfsgüterlieferungen. Im Mai 2024 meldete die UNO, die Hilfslieferungen beim Grenzübergang Rafah nach Gaza seien um zwei Drittel gefallen. Beim Internationalen Strafgerichtshof (ICC) wurde darauf aufbauend Israel des „Aushungerns als Kriegsmethode (starvation as a method of war)“ beschuldigt. Auch die Medien sprangen auf dieses Narrativ auf.

Später korrigierte OCHA die Zahl der im Mai 2024 durchgeführten Lastwagentransporte still und leise von 2’713 auf 4’202 Lastwagen – natürlich ohne den früheren Fehler öffentlich zu machen. Gemäss der israelischen Koordinationsbehörde COGAT waren es sogar 6’297 Lieferungen. Denn in ihren Zahlen sind auch die Lieferungen von Treibstoff sowie Lieferungen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und mit kommerziellen Lastwagen enthalten. 

Diese Hilfsgüterlieferungen klammerte die UNO-Behörde OCHA in ihren Statistiken aus – aber sie verschwieg dies. Damit erweckte sie den falschen Eindruck, als würden ihre Lieferzahlen der Gesamtversorgung entsprechen, doch in Tat und Wahrheit waren die gesamten Hilfsgüterlieferungen viel höher. Tatsächlich fanden im Zeitraum Mai bis September 2024 insgesamt 135% mehr Güterlieferungen nach Gaza statt, als OCHA in ihren Statistiken behauptete.

Die UNO als Mitspieler im Informationskrieg – auf Seiten der Hamas

Besonders stark kritisiert die neue Analyse die für Israel stets negativ zugespitzten medialen Aussagen von UNO-Vertretern. So warnte beispielsweise OCHA-Chef Tom Fletcher im Mai 2025 davor, „14’000 Babys werden in den nächsten 48 Stunden sterben“, wenn sich die Situation nicht sofort drastisch verbessern würde. Diese Aussage beruhte auf einer Projektion der Integrated Food Security Phase Classification (IPC). Aber erstens war darin nicht von 14’100 „Todesfällen“, sondern von „Fällen von Mangelernährung“ die Rede. Zweitens bezog sich die Projektion auf ein Jahr und nicht auf die „nächsten 48 Stunden“. Drittens galt die Projektion für Kinder unter fünf Jahren und nicht nur für Babys.

Die Analyse nennt noch zahlreiche weitere Beispiele, in denen die UNO und ihre Unterorganisationen wie UNICEF, WHO und UNRWA, oft vertreten durch ihre Leiter, im Gaza-Krieg Zahlen manipulierten oder schlicht falsche Zahlen verwendeten. Gemeinsam haben diese Fehlinformationen der UNO immer nur eines: Sie dämonisieren Israel. Mit Erfolg. Denn nicht nur die internationalen Medien übernahmen ihre Angaben ungeprüft, auch die Europäische Union (EU) tut dies, zum Beispiel in einem Bericht vom November 2024.

Insgesamt zeichnet die Analyse des israelischen Diaspora-Ministeriums damit ein erschütterndes Bild davon, wie Angaben der Terrororganisation Hamas von der UNO und ihren Unterorganisationen ungeprüft übernommen und als eigene Zahlen weiterverbreitet werden, um ihnen Glaubwürdigkeit zu verleihen. Statt sich auf ihre Aufgabe zu konzentrieren, humanitäre Hilfe zu leisten, machte sich die UNO damit in Gaza zu einem wichtigen Mitspieler im Informationskrieg. Auf der Seite der Hamas und gegen Israel.

Hier geht es zur vollständigen Analyse

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