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Massive israelische Luftangriffe auf Hamas-Stellungen in Gaza

Nachdem die Hamas sich erneut geweigert hat, die israelischen Geiseln freizulassen und alle vorgelegten Vermittlungsvorschläge abgelehnte, haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) in der Nacht auf Dienstag die Hamas gezielt angegriffen.

Laut dem Medienbüro der Hamas kamen bei den nächtlichen Luftangriffen mindestens 254 Palästinenser ums Leben. Die Hamas unterscheidet bei solchen Angaben nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern. Die IDF bombardiere gezielt Stellungen der Hamas im gesamten Gazastreifen, um die Kriegsziele zu erreichen, darunter die Freilassung aller Geiseln, sowohl der lebenden als auch der getöteten. «Israel wird ab sofort mit zunehmender militärischer Stärke gegen die Hamas vorgehen», erklärte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Nach Berichten wurden mehrere Kommandozentralen der Hamas in Gaza-Stadt und Khan Yunis ins Visier genommen. Bei den Luftangriffen sollen unter anderem Waffendepots, Raketenabschussrampen sowie unterirdische Tunnelnetzwerke zerstört worden sein. Ein hochrangiger israelischer Militärvertreter betonte, dass es sich bei den Angriffen um «eine der präzisesten und intensivsten Operationen der letzten Wochen» handelte. Insbesondere unterirdische Waffenverstecke der Hamas wurden gezielt bombardiert.

Ranghohe Hamas-Terroristen gezielt getötet

Das Weisse Haus bestätigte, dass Israel die US-Regierung vorab über die neuen Angriffe informierte. «Präsident Donald Trump hat klar gemacht: Hamas, die Huthis, Iran und alle, die nicht nur Israel, sondern auch die Vereinigten Staaten terrorisieren wollen, werden dafür einen Preis zahlen,», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, gegenüber einem US-Sender.

Die Hamas verlor bei den Angriffen ranghohe Mitglieder. Arabische Medien, darunter Al Jazeera, meldeten den Tod von Mahmoud Abu Watfa, stellvertretender Minister des Hamas-Innenministeriums in Gaza. Zudem wurde Abu Obeida al-Jamasi, ein Mitglied des Hamas-Politbüros, laut ägyptischer Medien getötet. Auch Bahjat Abu Sultan, der Leiter der zentralen Einsatzzentrale der Hamas, sei durch gezielte Luftschläge eliminiert worden, berichten saudische Nachrichtensender.

Gescheiterte Verhandlungen in Katar

Am Sonntag trafen israelische Unterhändler in Kairo mit hochrangigen ägyptischen Beamten zusammen, um über die noch in Gaza festgehaltenen 59 Geiseln zu beraten. Zuvor waren die israelischen Vermittler aus Doha zurückgekehrt, nachdem dortige Verhandlungen über eine Verhandlungslösung für die Geiseln gescheitert waren.

Israel hatte sich hinter den Vorschlag von US-Nahostgesandtem Steve Witkoff gestellt, wonach die Hamas im Gegenzug für eine Waffenruhe während Pessach und Ramadan elf lebende Geiseln sowie die Hälfte der in ihrem Besitz befindlichen Leichen freilassen sollte. Nach Ablauf dieser Phase könnte eine vollständige Freilassung aller Geiseln und ein Kriegsende ausgehandelt werden.

Hamas lehnte den Vorschlag jedoch ab und beharrte auf einer direkten Umsetzung der zweiten Phase des Waffenstillstandsabkommens, ohne jedoch Zugeständnisse zu machen. «Wir warteten zwei bis drei Tage auf eine Antwort, doch die Reaktion der Hamas war inakzeptabel», erklärte Witkoff.

Redaktion
Massive israelische Luftangriffe auf Hamas-Stellungen in Gaza
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