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Von rechts bis links gegen Antisemitismus

In einer gemeinsamen Erklärung von SP, FDP, Grüne, GLP, SVP, Mitte/EVP und AL in Zürich wird die antisemitische Messerattacke eines Jugendlichen auf einen orthodoxen Juden vergangenes Wochenende scharf verurteil. 

«Wir sind entsetzt und zutiefst bestürzt», heisst es in der Erklärung. «Wir verurteilen diesen fürchterlichen Angriff auf unseren jüdischen Mitmenschen aufs Schärfste. Dem schwerverletzten Opfer wünschen wir schnelle Genesung und der Familie wie auch der jüdischen Gemeinschaft viel Kraft.» Weiter wird an alle Personen der Stadt Zürich appelliert, «jegliche Art von Stimmungsmache gegen unsere jüdischen Mitmenschen zu unterbinden». Die Gesellschaft und die Politik seien verpflichtet, in Zukunft noch mehr zu unternehmen, um alle Bewohnenden der Stadt Zürich zu schützen, egal welcher Religion sie angehören.

«Das Ereignis vom Wochenende war nicht nur ein Angriff auf eine Einzelperson, sondern auf die gesamte Gesellschaft der Stadt Zürich und auf unsere demokratischen Grundwerte. Leidtragender ist gleichwohl ein jüdischer Mensch.

Wir tolerieren dies nicht und werden in der Stadt Zürich alles daransetzen, den Schutz von Jüdinnen und Juden und jüdischen Einrichtungen mit politischen und rechtlichen Massnahmen zu verbessern», so das Schreiben. Der Angriff vom Samstag zeige, wie wichtig gemeinsames Engagement gegen alle Formen von Hetze und Ausgrenzung im Alltag sei. «Antisemitismus ist im Kern eine zersetzende Kraft, die sich gegen eine demokratische, aufgeklärte, auf Recht basierende und Minderheiten schützende Gesellschaft richtet. Es ist darum Aufgabe von uns allen, sich damit auseinandersetzen, antisemitische Stereotypen zu erkennen und ihnen entgegenzutreten.» Zürich müsse eine Stadt bleiben, in der alle Menschen, unabhängig ihrer Religion, in Sicherheit, Freiheit und gegenseitigem Respekt leben können, schliesst die Erklärung. 

Redaktion
Antisemitismus – Erklärung aller Parteien von links bis rechts in Zürich
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