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23. März 2025NZZ: Einst belieferten sich Israel und Iran mit Öl und Waffen, heute sind sie Erzfeinde – wie ist es so weit gekommen?
Die Feindschaft zwischen dem jüdischen Staat und der Islamischen Republik prägt seit Jahrzehnten den Nahen Osten – und könnte in einen offenen Krieg ausarten. Das war nicht immer so.
Die NZZ zeigt auf, wie sich die Feindschaft zwischen Iran und Israel historisch entwickelt hat. Zusammenfassung des NZZ-Beitrags:
Israel und Iran – einst Partner, heute erbitterte Feinde. Ihre Beziehung war nicht immer von Hass geprägt: In den 1950er-Jahren verband beide Länder eine strategische Allianz. Iran lieferte Öl, Israel half beim Waffen- und Know-how-Transfer. Der persische Schah Mohammed Reza Pahlevi bemühte sich um enge Beziehungen zu Israel. Ab den 1950er Jahren halfen israelische Berater sogar bei der Ausbildung der berüchtigten iranischen Geheimpolizei Savak.
Mit der Islamische Revolution 1997 änderte sich alles. Der Schah wurde hinweggefegt, Ayatollah Khomeiny übernahm die Macht. Israel wurde zum «kleinen Satan», die Kooperation zwischen den beiden Staaten war offiziell vorbei – inoffiziell liefen Waffendeals weiter. Israel hoffte, das neue Regime könnte umgestimmt werden. Vergeblich. Iran unterstützte fortan Anti-Israel-Milizen wie die Hizbullah.
Spätestens seit den 1990er-Jahren gilt Iran in Israel als Hauptbedrohung: wegen Raketenprogrammen, der Unterstützung islamistischer Gruppen und vor allem dem Nuklearprogramm. Seitdem bekämpfen sich beide Länder in einem erbitterten Schattenkrieg – mit Sabotageakten, Attentaten und Stellvertreterkriegen in Syrien, im Irak, im Libanon.
Der Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 markierte den Wendepunkt. Israel reagierte mit einer Offensive gegen Irans gesamtes Netzwerk. Nach Angriffen auf das Konsulat in Damaskus und auf hochrangige Verbündete schlug Iran zurück – mit Hunderten Drohnen und Raketen. In Syrien und Libanon bröckelt Irans Einfluss. Doch der Konflikt bleibt explosiv. 2024, zum ersten Mal in ihrer Geschichte griffen sich die beiden Länder direkt an. Die nächste Eskalation sei womöglich nur eine Frage der Zeit, schreibt die NZZ. Iranische Hardliner wollen den Bau einer Atombombe vorantreiben. Israelische Politiker denken laut über einen Angriff auf Irans Nuklearprogramm nach. Eine solche Attacke würde höchstwahrscheinlich in einen offenen Krieg münden.
Zum Artikel der NZZ vom 18.03.: Einst belieferten sich Israel und Iran mit Öl und Waffen, heute sind sie Erzfeinde – wie ist es so weit gekommen?

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