
Leon de Winter: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wurde in Amsterdam wieder Jagd gemacht auf Juden
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Der Haftbefehl sei ein «kolossaler Angriff auf demokratisch gewählte Regierungsmitglieder Israels», kommentiert die NZZ.
Die Niederlande habe, so de Winter, seit dem 16. Jahrhundert ein Modell des Zusammenlebens verschiedener ethnischer und religiöser Gruppen entwickelt, das es auch Juden ermöglichte, ihre Religion frei zu praktizieren. Diese Toleranz beruhte oft auf einer Gleichgültigkeit gegenüber den verschiedenen Gruppen, solange diese nicht zu auffällig waren – eine «sophistische Gleichgültigkeit». Dabei war das jüdische Amsterdam einst ein sicherer Ort, ein «Mokum» für die Juden. Doch diese Toleranz scheine heute zunehmend gefährdet.
Das habe sich geändert. De Winter kritisiert den «tabuisierten muslimischen Hass» gegen Juden. Dieser Hass werde nicht offen diskutiert, da jede kritische Auseinandersetzung mit dem islamischen Antisemitismus als «Islamophobie» oder Rassismus verurteilt werde. Dabei sei der Hass gegen Israel und Juden in der islamischen Welt nicht nur eine Reaktion auf die Gewalt in Gaza, sondern stehe in einem grösseren Kontext, der tief im religiösen und kulturellen Denken von Muslimen verwurzelt sei.
Das zeige sich auch darin, dass der Gaza-Krieg eine überproportional grosse Rolle spiele bei der Rechtfertigung für den Hass auf Israel und Juden, zumal die Zahl der Opfer in Gaza im Vergleich zu den getöteten Muslimen weltweit vergleichsweise klein sei. So sind seit 1945 weltweit etwa 12 Millionen Muslime durch Gewalt ums Leben gekommen.
De Winter blickt zudem auf den historischen Antisemitismus in Europa und speziell auch in den Niederlanden zurück. Dort lebten vor dem Zweiten Weltkrieg etwa 140’000 Juden, von denen mehr als 100’000 ermordet wurden, darunter auch ein Grossteil von de Winters eigener Familie
Zum Artikel in der NZZ vom 22.11.: «Der Haftbefehl des ICC gegen Netanyahu ist anmassend und sinnlos»

Benjamin Netanjahu © Avi Ohayon / Government Press Office of Israel